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Archimandrit Sarantis Sarantos: Sehr geehrte Europaabgeordnete,

Archimandrit Sarantis Sarantos: Sehr geehrte Europaabgeordnete


„Vereinigung kirchenväterlicher Studien“

Bürgerinitiative

V.Ipirou 47   Maroussi

Tel. 210 80 25 211

Sehr geehrte Europaabgeordnete,                                                                      

Maroussi, 5.3.2012

Seien Sie gegrüßt!

In unserem Amt als orthodoxe Priester der griechischen Kirche, als griechische Staatsbürger, als Mitglieder der „Vereinigung kirchenväterlicher Studien“ und als gleichberechtigte Mitglieder der Europäischen Union wenden wir uns in diesen für unsere Heimat Griechenland, für unsere Kinder, unsere Enkel und die Zukunft dieses Landes so schweren Stunden an Sie.

Sicherlich verfolgen Sie den unerträglichen Druck auf die Bürger unseres Landes von Seiten der Kreditgeber, des IWFs und den übrigen Instanzen der Europäischen Gemeinschaft. Gehalts- und Rentenkürzungen, Entlassungen und Arbeits-Reservisten im öffentlichen Sektor, sowie der entsprechenden Gleichschaltung im privaten Bereich – 1,5 Millionen Entlassene gibt es auf dem privaten Sektor -, die Auflösung und Zusammenlegung der öffentlichen Verwaltung, der Krankenkassen, in die über Jahre stattliche Abzüge einbezahlt worden sind, Zusammenlegung und Verminderung der Leistungen im Gesundheitswesen und der Auflösung der IKA (staatliche Krankenkasse). Die Abtrennung der Bildungsprogramme aller Klassenstufen von unserer jahrhundertlangen Griechisch-orthodoxen Tradition und der Abschaffung der Bücher angeblich aus Zensurgründen. Hunger, Unglück, Probleme bei den Ratenzahlungen und Zwangsräumungen der Bürger aus ihren Häusern im Anschluss an Versteigerungen.  

Ehemalige wohlhabende Bürger, die inzwischen obdachlos geworden sind, vermehren sich in immer schnellerem Rhythmus, nachdem uns die IWF, EU und die Regierungen in engster Zusammenarbeit neue Gehaltskürzungen und neue Steuern auf die bereits unerträglichen Vorherigen auferlegt haben.

Das Verhalten einiger Mitgliedsstaaten unserem Volk gegenüber ist, was die Europäischen Verhältnisse betrifft, beispiellos. Die indiskrete deutsche Regierung hat die Ausführung aller unmenschlichen Maßnahmen gegen unser schon hungerndes Volk übernommen, während die griechische Regierung mit der finanziellen Unterdrückung unseres Volkes und seiner Ausrottung durch die Maßnahmen, die weder zu einer Wirtschaftstabilisierung unseres Landes noch zu dem Auftreiben von Geldern zur Begleichung der Raten an unsere Kreditgeber führt, einverstanden ist.

Wie Sie sicher wissen, waren unsere Schulden sehr viel geringer als sie dargestellt worden sind. So wurden sie etwa um 2/3 aufgebläht, um das Eingreifen des IWFs zu rechtfertigen.

Die schlimmsten aller Maßnahmen gegen unser Volk sind die beiden Kreditabkommen, die Sie wahrscheinlich besser als wir kennen. 500 000 Bürger widersetzten sich am Freitag, den 10.Februar 2012 kraftvoll und friedlich kämpferisch, sowie mit lebendigen Parolen gegen die beiden bedrohlichen Kreditabkommen. Leider wurde der zweite Kreditvertrag trotz des Volkswiderstandes verabschiedet, was automatisch auch den ersten ratifizierte. Die Diktatur der Machthabenden kam in ihrer ganzen Größe mehr als nur unerhört zum Ausdruck und das in einem Land, das, wie Sie alle wissen, die Demokratie hervorbrachte, zum Aufblühen brachte und sie in ganz Europa verbreitete. Gemeinsam mit der Demokratie erblühte und breitete sich auch die griechische Kultur aus, die Sie alle ausgezeichnet kennen.

Mit Ihrer persönlichen und gemeinschaftlichen Erfahrung schätzten, assimilierten und entwickelten Sie, jedes Land Europas, diese reiche, griechische Kultur und die außergewöhnliche Demokratie, die in der ganzen europäischen Gemeinschaft bis heute in beiden Fällen gefestigt wurden.

Welcher böser Dämon hat sich nun eingeschlichen und hat das Verhalten einiger von Ihnen gegenüber der Wiege der Zivilisation und der Demokratie geändert? Warum solch eine Unterdrückung und Feindschaft gegenüber Griechenland?

Da Sie sich in der höchsten demokratischen Instanz der Europäischen Union befinden, sind Ihnen sicher die tieferen Ursachen der Errichtung der Wirtschaftskrise, die Intensität des von Wirtschaftsmördern unternommenen Finanzkrieges und der Verrat gegen seine Bürger bekannt. Warum sind Generationen über Generationen unserer Kinder und Enkel zu einer generellen Verelendung verurteilt?

Ist es möglich, dass das Europaparlament nicht auf den illegalen und unmenschlichen Krieg, der gegen einen Mitgliedsstaat geführt wird, reagiert?

Es ist jedoch allgemein bekannt, dass die Wirtschaftskrise auch andere Europäische Staaten wie Italien, Spanien, Portugal, Frankreich und vielleicht noch andere betrifft. Hier gibt es allerdings nicht so eine heftige Kriegsführung wie sie in Griechenland besteht. Ist es möglich, dass die höchste Europäische Instanz des Europaparlaments toleriert, dass ein Kreditabkommen, das im Mai 2010 einzig allein von Georgios Papandreou und seinem Finanzminister Herrn Papakonstantinou zu Ungunsten von Griechenland mit unwiderruflichen Bedingungen unterschrieben wurde, sanktioniert wurde? Nur aus Versehen konnte ein solcher Vertrag unterschrieben werden.

Wir bitten Sie, davon Kenntnis zu nehmen, dass viele Instanzen in Griechenland aufs heftigste dafür plädieren, dass die Unterschriften der beiden Staathäupter, die die Verurteilung der griechischen Bürger unterzeichneten, nicht gelten. Man sollte sich fragen, wie 199 von unseren „Abgeordneten“ eine langjährige Unterwerfung von Generationen über Generationen von Griechen unterschreiben konnten. Wird das Europaparlament denn diese Abschlachtung des jungen griechischen Staates – Mitgliedsstaates der Europäischen Union – stumm und stillschweigend hinnehmen?

Wenn Sie jetzt nicht rechtzeitig reagieren, müssen Sie wissen, wahrscheinlich haben Sie es schon verstanden, dass das „Infektionssyndrom“, das Diktatur, Unterdrückung, Wirtschaftskrise und Verelendung heißt, sich, ohne das wir – die Europäischen Bürger- es alle bemerken, ausbreitet, sodass die gesamte Europäische Gemeinschaft allmählich verelendet.

Wir haben es als griechische Nation, das wissen Sie gut aus der Geschichte, früher oder später immer geschafft, Besatzer zu vertreiben. Nicht einmal die Diktatur Metaxa lies Griechenland 1940 schutzlos, da sie unser Land nicht den Besatzern überlies. Das „Nein“ blieb über Jahrzehnte in unserem DNA und definiert den Charakter der griechischen Bürger gemeinsam mit seinem allmächtigen christlichen – orthodoxen Glauben. Weder die Chunta, noch die türkische Sklaverei haben uns zu Boden geworfen.

Seriöse wirtschaftliche und juristische Studien, sowohl von griechischen, als auch von Europäischen Wissenschaftlern haben belegt, dass die Griechischen Schulden ungültig, schändlich und illegal sind. Das griechische Volk hat nicht die Absicht, sich dem internationalen Gerichtshof zufolge illegalen Kreditabkommen zu fügen, das außerdem mit der Griechischen Verfassung, einer Ausgeburt seiner Seele, seiner Kultur, seines orthodoxen Glaubens, nicht in Einklang steht.

Außerdem hatten die großen Europäischen Staaten in dem ganzen Jahrzehnt, das mit dem Gebrauch des Euros durchlaufen ist, immensen Nutzen durch die Einrichtung ihrer multinationalen Konzerne, während die Wirtschaft der kleinen Staaten ausgesaugt wurde und sich zusammenzog.

Warum werden die Gesetze und Abkommen, die von den offiziellen Verwaltungsbehörden der EU erlassen wurden, insbesondere Griechenland gegenüber nicht eingehalten?

Sehr verehrte Europäische Parlamentsabgeordnete,

die meisten von Ihnen vertreten christliche Staaten und christliche Parteien. Folglich besitzen Sie ein empfindsames, menschenfreundliches und demokratisches Bewusstsein. Werden Sie ein Stück der christlichen Welt, die Sie vertreten, den herzlosen Interessen und den Klauen der Kreditgeber überlassen?

Wir gehören als griechisch-orthodoxe Bürger nicht dem Monophysitismus an und übersehen daher nicht die menschliche Natur und alles, was damit zu tun hat.

Da Jesus Christus die gesamte menschliche Natur und alles, was damit zu tun hat, angenommen hat und in alle Ewigkeit diese menschliche Natur verchristlicht in den Himmeln hält, interessieren auch wir uns nun als Bürger dieser Nation für das kleine, jedoch historisch und kulturell große Griechenland. Nachdem wir uns also im Guten für das heimatliche Haus interessieren, ist es selbstverständlich, dass wir uns auch richtig für die Europäische Gemeinschaft interessieren.

Wenn wir uns nicht voller Kraft und im Einklang mit Gottes Willen für unsere Heimat und unsere griechischen Brüder und Mitbürger kämpfen, wie und mit welcher Erfahrung sollten wir uns wirklich für die existierenden Europäischen Probleme, die heute tatsächlich bestehen und die Eurozone erschüttern, interessieren?

Wir bitten, nicht zu vergessen, dass die griechische Erde mit dem Schweiß und dem Blut tausender von Helden und Märtyrer getränkt ist, die nicht verloren gegangen sind, sondern ruhmvoll im ewigen Leben zusammen dem Vater, dem Sohn und dem heiligen Geist leben. Diese werden uns nicht im Stich lassen, sondern uns mit höherer Gottesgewalt helfen.

Aber auch wir werden alle unsere Kräfte aufbringen, geistige, seelische und körperliche, damit die so überaus belastenden Kreditabkommen aufgelöst werden.

Wir müssen uns frei entscheiden können, als schöpferisches kämpfendes Volk unsere ruhmreiche Geschichte zu unserem Nutzen und zum Vorteil für Europa weiterzuführen, nachdem sich der Wille des griechischen Volkes in einem legalen, normalen freiem Wahlverfahren ausdrückt, durch das es seine Landesführer wählen kann.

Wir glauben als Christen, dass wir für unser ganzes Leben, für alle unsere Handlungen und alle unsere Verfehlungen Gott gegenüber Rechenschaft ablegen werden, so auch wenn wir unsere Heimat schutzlos lassen und wenn wir unseren Nachkommen Asche und Verbranntes vererben, wie die Kreditabkommen bestimmen.

Wer sich von Ihnen, aus welchem Grund auch immer, nicht auf Gott bezieht, sollte sich aus reinen Vernunftsgründen und der Humanität zuliebe, die Sie leitet, zu einer tatsächlichen Hilfe zum Nutzen Europas, dem Sie dienen und dessen eines Mitgliedsstaat jetzt leidet, bereit erklären.

Wir vertreten bescheiden die Meinung,

dass Sie von der Präsidentschaft des Europaparlaments mithilfe des juristisch legalen Verfahrens verlangen sollten, die Angelegenheit des geprüften griechischen Volkes zur Sprache zu bringen.

Auf irgendeine Weise sollte allen Mitgliedsstaaten deutlich gemacht werden, dass Bürger der Europäischen Union streng, illegal und mit den Europäischen Menschenrechtsbestimmungen, dem Griechischen und Europäischen Grundgesetz nicht vereinbar, bestraft werden.

Das Europaparlament ist verpflichtet, das Unrecht, das zu Lasten seiner Europäischen Bürger, die beispielslos von ihren Regierungen nicht unterstützt werden, geschieht, wieder gutzumachen.

Die höchsten Güter wie Arbeit, Erziehung, Verteidigung, Religion, Menschenrechte, Gesundheit, Gesundheitsfürsorge und der Abdeckung des grundlegenden Notwendigsten wie die Unterkunft, Kleidung und Nahrung dürfen keinem griechischen Bürger mangeln, wie sie auch keinem Bürger anderer Europäischer Staaten mangelt.

Das Europaparlament sollte auf die griechischen Instanzen Druck ausüben, um eine günstigere Regelung der Bankschulden zu bewirken, damit kein Grieche sein Haus verliert.

Nachdem sich schon die offiziellen menschenfreundlichen Stimmen für die griechischen Bürger eingesetzt haben, sollte nun auch das Europaparlament den Mut finden, die Kreditabkommen als nicht vereinbar mit dem Europäischen Recht und den Bestimmungen, die immer wieder daraus erlassen werden, zu revidieren.

Die feindselige Ungerechtigkeit gegenüber den griechischen Bürgern wird Unheil hervorrufen, so schlimm wie nie zuvor in Form von ungerechter Behandlung auch gegenüber anderer Mitgliedsstaaten mit ähnlichen Rechtfertigungen und erniedrigenden Praktiken.

Die Europäische Union wird sich als kreditunwürdig und unglaubwürdig erweisen, wenn sie es nicht schafft, den ältesten Staat der Antike und Mitgliedsstaat, aber vor allem das Leben und das Glück dessen Bürger zu verteidigen.

Von Seiten der „Vereinigung kirchenväterlicher Studien“

Archimandrit Sarantis Sarantos

Diensthabender Geistlicher der heiligen Kirche „Entschlafen der Gottesmutter“ in Maroussi  

Quelle (Πηγή): http://www.antibaro.gr/node/3903 .

Auf Griechisch (Στα Ελληνικά):

'Eπιστολή σέ Εὐρωβουλευτές. Ἀρχιμανδρίτου Σαράντη Σαράντου.

http://www.zoiforos.gr/index.php?option=com_content&view=article&id=7815:anoixti-epistoli-epm-estias-paterikon-meleton-pros-to-elliniko-koinoboulio&catid=256&Itemid=335

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